Medienspiegel

Was die letzten Tage aufgefallen ist – in den Zeitungen, im Fernsehen und online. Nachfolgend finden Sie ausgewählte Medienberichte über die Insel Gruppe der letzten Woche.

Künstliches Rauschen hilft wenig

Das dauernde Pfeifen im Ohr bei Tinnitus stellt für Betroffene eine psychische und physische Belastung dar. Hörgerate-Hersteller verkaufen sogenannte «Noiser», kleine Apparate, die ein künstliches Rauschen erzeugen und das Pfeifen mittels Aufmerksamkeitslenkung überdecken. Es gibt jedoch Hinweise dafür, dass die Geräte den Patientinnen und Patienten schaden könnten. Auch Dr. med. Lukas Anschütz, Stellvertretender Leiter Poliklinik HNO der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie am Inselspital Bern, empfiehlt «Noiser» in seiner Sprechstunde sehr selten und plädiert für den Einsatz anderer Strategien.

Gesundheitstipp, 15. Mai 2019 (PDF)

«Das Risiko ist unzumutbar»

Chirurginnen und Chirurgen operieren immer mehr übergewichtige Menschen. Viele Patientinnen und Patienten erhalten mittlerweile einen Mini-Gastric-Bypass, bei dem ein dünner Schlauch vom Magen abgetrennt und mit dem Dünndarm verbunden wird. Auch wenn man bei dieser Methode den Dünndarm nicht durchtrennt, entsteht ein Bypass-Effekt. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass Betroffene nach dem Eingriff vermehrt über Nebenbewirkungen berichten und die Methode nicht unbedingt effizienter ist als der klassische Bypass. Am Inselspital Bern führt man den Eingriff nur als Zweitoperation bei Patientinnen und Patienten durch, die an einer fortgeschrittenen Leberkrankheit leiden und bei denen eine andere Methode nicht half.

Gesundheitstipp, 15. Mai 2019 (PDF)

Kopfzerbrechen wegen Tramschiene

Neue Zahlen aus dem Inselspital Bern zeigen, dass bei Stürzen mit dem Velo oft die Tramschienen schuld sind. Im Rahmen einer Studie konnten Forschende des Universitären Notfallzentrums für den Zeitraum von 2012 bis 2017 nachweisen, dass fast 300 der 2600 Notfallkonsultationen wegen Velounfall auf einen Sturz in einem Tramgleis zurückzuführen sind. Weil der Zweiradverkehr in der Stadt Bern zunimmt, wird der Wunsch nach einem verschliessbaren Gleis immer grösser.

Der Bund, 15. Mai 2019 (PDF)

Was ist ein gesunder Schlaf?

Die Wissenschaft hat bis heute keine Antwort auf die Frage, warum Menschen schlafen. Was man aber mittlerweile weiss: Wir schlafen seit den 1990er-Jahren pro Nacht rund 40 Minuten weniger. Die Annahme, dass vier oder fünf Stunden pro Nacht genügen, weicht aber allmählich dem Bewusstsein, dass genügend Schlaf wichtig ist. Prof. Dr. med. Claudio Bassetti, Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital Bern, über Indikatoren eines gesunden Schlafverhaltens und die Rolle von Schlaf bei medizinischen Krankheitsbildern.

Radio SRF 1, 14. Mai 2019

Kampf den Schnarchnasen

Ob in der SAC-Hütte, in der Rekrutenschule oder im gemeinsamen Ehebett: Schnarcherinnen und Schnarcher können einem nicht nur den Schlaf, sondern auch den letzten Nerv rauben. Schnarchen ist erwiesenermassen der häufigste Grund dafür, dass Menschen schlecht schlafen. Auch kann Schnarchen mit neurologischen Krankheiten assoziiert sein. Dr. med. Markus Schmidt, Oberarzt im Schlaf-Wach-Epilepsie-Zentrum SWEZ der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital Bern, über evolutionäre Aspekte von Schnarchen und kreative Interventionsmöglichkeiten.

SRF Radio 1, 13. Mai 2019

Senioren greifen immer öfter zu Suchtmitteln

Berner Altersheime verzeichnen vermehrt Fälle von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Sucht im Alter ist bei den stationär behandelten Psychiatriepatientinnen und -patienten in den Universitären Psychiatrischen Diensten (UPD) die dritthäufigste Diagnose. Seit rund 20 Jahren stellt die Psychiatrie fest, dass die Zahl der Seniorinnen und Senioren zunimmt, die erst nach der Pension schleichend in eine Abhängigkeit geraten.

Berner Zeitung, 13. Mai 2019 (PDF)

Wenn sich das Leben schlagartig verändert

Dr. med. Roland Kuster arbeitete als Chirurg am Inselspital Bern, bis ein Bergunfall ihn beinahe das Leben kostete. Vom Arzt wurde er zum Patienten und musste von Grund auf alles neu erlernen. Seinen Beruf als Chirurg kann er seither nicht mehr ausüben. Dank einer Umschulung leitet er heute als Spitalfacharzt Thoraxchirurgie das Lungenzentrum am Inselspital Bern. Bei Gesundheit Heute erzählt er, wie er mit den unfallbedingten psychischen Herausforderungen umgeht und wo er Halt findet. 

Gesundheit Heute, 12. Mai 2019

«Schlafstörungen haben grösstenteils mit dem Gehirn zu tun»

Schlafstörungen haben mehr mit dem Gehirn als mit der Psyche zu tun, sagt Prof. Dr. med. Claudio Bassetti, Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital Bern. Gewisse Schlafstörungen können sogar auf eine neurologische Krankheit wie Demenz hinweisen. Warum der Schlaf vor Mitternacht besonders wichtig ist, welche Zusammenhänge zwischen Schlafverhalten und Krankheiten bestehen und was die Forschung aktuell über den Schlaf weiss, erläutert Bassetti in einem Interview.

NZZ am Sonntag, 12. Mai 2019 (PDF)

CorFlow-Technologie darf an Menschen getestet werden

Verstopfungen bzw. Verengungen von Gefäßen oder Kanälen, sogenannte mikrovaskuläre Obstruktionen, sind eine typische Begleiterscheinung eines akuten Infarkts und verschlechtern die Heilungsaussichten der Betroffenen. Magnetresonanzbilder dieser Verstopfungen sind jedoch nicht immer aufschlussreich. Daher hat CorFlow Therapeutics eine Technologie entwickelt, mit der mikrovaskuläre Obstruktionen nach einem Schlaganfall erkannt und besser behandelt werden können. Die ersten Tests mit 58 Herzinfarktpatientinnen und -patienten werden am Inselspital Bern durchgeführt.

Punkt 4 Info, 9. Mai 2019