Medienspiegel

Was die letzten Tage aufgefallen ist – in den Zeitungen, im Fernsehen und online. Nachfolgend finden Sie ausgewählte Medienberichte über die Insel Gruppe der letzten Woche.

Nackenklatschen zeigen Bedürfnisse von Buben auf

Viele Buben pflegen ein seltsames Ritual: Wenn einer beim Coiffeur war, muss er am nächsten Tag in der Schule den Kopf beugen. Seine Kol-legen geben ihm dann mit der flachen Hand einen Klaps auf den Nacken. Die Primarschule Kirchlindach-Herrenschwanden hat mit Gesprächen in den Klassen und einem Verbot reagiert. Medizinisch betrachtet kann man das Ritual nicht empfehlen: «Wenn das Missverhältnis zwischen Alter und Kraft der Buben gross ist, kann ein Schlag auf den Nacken gefährlich sein», sagt der Berner Kinderarzt Alfred Weiersmüller.

Berner Zeitung, 1. Juni 2019

Bern will schwangere und stillende Ärztinnen mehr schützen

56 Stunden Dienst pro Woche statt des erlaubten Maximums von 50 Stunden, zu wenig Zeit zum Stillen, keine Möglichkeit, das Pensum zu re-duzieren: Solche Zustände sollen in Berner Spitälern nicht mehr vorkommen. Zwei Grossrätinnen haben die Berner Regierung zu mehr Kontrol-len aufgefordert. In den Spitälern soll stärker überprüft werden, ob bei Assistenz- und Oberärztinnen das Arbeitsgesetz eingehalten wird – und insbesondere, ob Schwangere und stillende Mütter genug geschützt werden.

Medinside, 29. Mai 2019

Tätowierungen: Stiche mit Risiken

Die Gefahren, die von Tätowierungen ausgehen, werden meist unterschätzt. Jetzt haben Forscher beobachtet, dass tätowierte Haut auch schlechter schwitzt. Eine Forschergruppe vom Alma College in Michigan untersuchte zehn Männer im Alter zwischen 20 und 22 Jahren. Zwar hat die Studie wegen der geringen Zahl von Probanden nur eine begrenzte Aussagekraft. Dennoch ist sie für Fachleute plausibel. «Je nach Ent-zündungsreaktion, Vernarbung und Tätowierungstechnik ist eine reduzierte Fähigkeit zu schwitzen möglich», sagt Kristine Heidemeyer, Derma-tologin am Berner Inselspital und Spezialistin für Tattoo-Entfernungen mit Lasertechnik.

Tagesanzeiger, 3. Juni 2019

Abhängig von den sozialen Medien

Die psychiatrischen Kliniken im Kanton Zürich behandeln immer mehr junge Menschen. Einer von ihnen ist Julian Riegel. «Die sozialen Medien zogen mich hinunter und verstärkten die negativen Gedanken», sagt er. Der 27-Jährige war Redaktor des Online-Magazins «Vice», als er sich in die Klinik einweisen liess. Seit einer Depression verzichtet er komplett auf soziale Medien.

Tagesanzeiger, 5. Juni 2019