Medienspiegel

Was die letzten Tage aufgefallen ist; in den Zeitungen und Online, im Radio und Fernsehen. Nachfolgend finden Sie ausgewählte Medienberichte der letzten Woche.

Medikamente statt Stents – Wann kommt der Wandel?

Die SRF Gesundheitssendung «Puls» ging am 6. Januar der Frage nach, ob in der Schweiz zu viele Stent-Eingriffe erfolgen. Laut einer aktuellen Studie sollen bei der Vorbeugung von Herzerkrankungen zuerst Medikamente zum Einsatz kommen statt Stent-Eingriffe. Doch die Anzahl präventiv gesetzter Stents nimmt seit Jahren unverändert zu. Prof. Dr. med. Stephan Windecker, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie am Inselspital, stellte sich im SRF-Studio den Fragen der Moderatorin.

Guidelines – Im Dienst der Patienten oder der Pharma?

Ebenfalls eine Diskussion in der SRF Gesundheitssendung «Puls» vom 6. Januar: Medizinische Leitlinien dienen einer optimalen Therapie und werden bei Bedarf dem aktuellen Wissen angepasst. Geschieht das stets im Interesse der Patienten? «Puls» ging der Frage anhand eines konkreten Beispiels nach und zeigte, welche Regeln für die Erstellung von Leitlinien gelten – oder fehlen. Auch dazu wurde Prof. Dr. med. Stephan Windecker vom Inselspital als Studiogast befragt.

Neue «Patientenverfügung Plus» ist aufwändig und teuer

Weil sich die im Internet erhältlichen Patientenverfügungen zum selber Ausfüllen in der Praxis mehrheitlich nicht bewähren, haben Experten auf Initiative des Bundesamtes für Gesundheit in mehrjähriger Arbeit einen neuen Beratungsprozess entwickelt. Gemäss dem neuen Konzept helfen speziell ausgebildete Beraterinnen und Berater beim Ausfüllen der neuen «Patientenverfügung Plus». Das SRF Konsumentenmagazin «Espresso» zeigte die so entstandene Patientenverfügung Dr. med. Mathias Nebiker, Spitalfacharzt II an der Universitätsklinik für Intensivmedizin. Ihn überzeugt das umfassende Dokument nicht restlos: Das neue Ausfüll-Prozedere beurteilt er als «tendenziell zu aufwändig und zu teuer». Grundsätzlich seien Patientenverfügungen gut und sinnvoll, sagte Nebiker weiter.

Das Raynaud-Syndrom, ein weibliches Problem

Vor allem Frauen leiden unter «Leichenfingern», wie das Raynaud-Syndrom im Volksmund genannt wird. Dabei handelt es sich um eine überschiessende Gefässreaktion – ausgelöst durch Kälte und Stress: «Dass sich die Gefässe bei Kälte zusammenziehen, ist ein normaler Prozess», sagt Dr. med. Miguel Girona, Oberarzt an der Universitätsklinik für Angiologie am Inselspital Bern im Interview mit der Gesundheitsseite der Zeitschrift «Glückspost». Ein typischer Anfall starte meist sehr plötzlich. Infolge des Sauerstoffmangels werde die Haut kurz darauf blau, danach rot. Neben Kälte können auch heftige Gefühlsregungen oder Stress solche Gefässkrämpfe auslösen wurde Dr. med. Miguel Girona weiter zitiert.

Kann man Tabletten einfach halbieren?

Wer Medikamente nehmen muss, hat sich vielleicht auch schon gesagt: Heute fühle ich mich ganz gut, heute brauche ich nur eine halbe Tablette - schliesslich heisst es ja immer: je weniger «Chemie», desto besser. Doch das Halbieren, Vierteln oder sonst wie Zerkleinern von Tabletten ist nicht immer eine gute Idee, erklärt Dr. med. Jeannette Goette, Chef-Apothekerin am Berner Inselspital im Gesundheitstipp des Tages Anzeigers und der Basler Zeitung. «Denn die halbe Dosierung hat nicht immer auch die halbe Wirkung.» Der Rat der Chef-Apothekerin: «Primär gilt es natürlich, die verordnete Dosierung zu befolgen.» Wer aus welchen Gründen auch immer seine Tabletten oder Kapseln zerkleinern möchte, sollte vorher unbedingt den Arzt oder Apotheker fragen.

Professor Seilers Diagnose im Sonntagsblick

In seiner wöchentlichen Rubrik im SonntagsBlick nimmt sich Prof. Dr. med. Christian Seiler, stellvertretender Chefarzt und Leiter Echokardiografie der Universitätsklinik für Kardiologie am Inselspital, dem Unterschied zwischen Mensch und Tier an. Vielfach werde dabei ins Feld geführt, dass Tiere keine Seele haben was Christian Seiler so nicht bestätigen möchte, da eine Seele schwer fassbar sei. Ein anderer, besser erforschter Unterschied liege aber im Herzschlag:» Dem Griffaffen z.B. sind wir überlegen: Unser Herz hat mit Ruhepuls 70 den gleichen Herzschlag. Die Giraffe wird aber nur 20 Jahre alt, wir hingegen im Schnitt um die 83 Jahre.» Prof. Dr. med. Christian Seiler kommt zum Schluss:» Ist diese menschliche Überlegenheit an Herzschlägen gut, und soll man darauf stolz sein? Der Seele entspricht sie wohl nicht.»

Unispitäler kooperieren mit der Pharmabranche

Die Schweizer Universitätsspitäler, zu denen auch das Inselspital gehört, streben beim Austausch von Patientendaten eine Partnerschaft mit der Pharmaindustrie an. Das kündigt Urs Frey, Präsident des Projekts «Swiss Personalized Health Network», im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger» an. Bislang gleichen die Unispitäler in Zürich, Bern, Basel, Lausanne und Genf im Rahmen dieses Netzwerks Patienteninformationen nur untereinander ab.

Gut informiert unters Messer, Abklärungstag am Berner Inselspital

Soll ich mich operieren lassen? Diesen nicht immer einfachen Entscheid müssen Patientinnen und Patienten meistens selber fällen. Die Gesundheitssendung SRF «Puls» vom 13. Januar begleitete während eines multiprofessionellen Aufklärungstags Prof. Dr. med. Roland Giger, den stellvertretenden Klinikdirektor der Universitätsklinik für HNO, Kopf- und Halschirurgie. Um eine umfassende Vorbereitung auf die komplexe Operation und späteren Herausforderungen zu ermöglichen, wird im Kopf-Hals-Tumorzentrum des Inselspitals seit 2015 ein multiprofessioneller ambulanter Vorabklärungstag für komplexe Operationen angeboten.

Berner Spitäler zahlen 50 Franken pro Monat fürs Umkleiden

Ab April erhalten Angestellte der Berner Spitäler 50 Franken Zuschlag fürs Umziehen. Bern ist der erste Kanton mit einer Einheitslösung für das Problem. Wer sich im Spital fürs Arbeiten umziehen muss, erhält im Kanton Bern mehr Lohn: Für eine 100-Prozent-Anstellung macht der Zuschlag 50 Franken pro Monat aus. Angestellte der Inselgruppe erhalten 60 Franken – weil sie durchschnittlich längere Wegzeiten zurücklegen müssen.

Das Neuste über die Insel Gruppe.