13. November 2018: Antibiotikaresistenz im Fokus

Resistente Keime verändern die Gesundheitsversorgung

Antibiotika sind tragende Pfeiler in der heutigen Medizin. Doch zunehmende Resistenzen stellen ihre Wirksamkeit in Frage. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass in der EU jedes Jahr 25 000 Personen an multiresistenten Keimen sterben. Auch in der Schweiz gibt es eine kleine aber zunehmende Anzahl von Bakterienstämmen, die auf eine Therapie mit herkömmlichen Antibiotika nicht mehr reagieren.

Nicht nur die Humanmedizin, sondern auch die industrielle Tierhaltung gilt als Brutstätte für antibiotikaresistente Bakterien.

Die Schweiz verfolgt eine mehrgleisige Strategie gegen Antibiotikaresistenzen, die die Früherkennung von resistenten Keimen und eine schnelle Isolation von betroffenen Patienten zum Ziel hat.

Lernen Sie am Gesundheitsforum diese Strategien kennen.

Es referieren:

Link: Informationen zur Strategie StAR

Programm

Gesamtdauer Anlass: 2,5 h
Referat: 18.00 bis ca. 19.00 Uhr anschliessend Fragerunde
Lerninseln im Foyer: ca. 19.10 bis 20.30 Uhr

Lerninseln

Lerninsel 1: Gut informiert = richtig eingenommen?

Welche Massnahmen unternimmt die nationale Strategie im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen? Wie steht es um Wissen und Verhalten rund um den Gebrauch von Antibiotika? Erfahren Sie, was Ärzteschaft und Patienten tun können. Vergleichen Sie mit einem Quiz Ihre Kenntnisse mit dem Wissensstand der Bevölkerung.

Kontakt vor Ort: Corinne Corradi, MSc MPH, Projektleitung StAR Humanbereich

E-Mail: Corinne Corradi

Links: Patienteninformation; BAG-Informationen zu Antibiotikaresistenzen

Lerninsel 2: Überwachung tut not

Antibiotikaresistenzen nehmen weltweit zu, auch in der Schweiz. Weshalb nehmen einige Resistenzen zu, andere sogar ab? Wo steht die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern, und kann man überhaupt etwas dagegen tun?

Kontakt vor Ort: PD. Dr. med. Andreas Kronenberg, Leiter des Schweizerischen Zentrums für Antibiotikaresistenzen

E-Mail: Andreas Kronenberg

Links: Schweizerisches Zentrum für Antibiotikaresistenzen

Lerninsel 3: Händehygiene - Ehrensache

Die 5 Indikationen für eine Händedesinfektion im Spitalalltag:

  1. VOR Patientenkontakt
  2. VOR invasiver/aseptischer/sauberer Handlung (bspw. Legen eines Katheters)
  3. NACH Kontakt mit Körperflüssigkeit
  4. NACH Patientenkontakt
  5. NACH Kontakt mit Patienten-Umgebung (bspw. Patientenbett)

Kontakt vor Ort: PD Dr. med. Jonas Marschall, Chefarzt Spitalhygiene, Universitätsklinik für Infektiologie

E-Mail: Spitalhygiene

Links: Universitätsklinik für Infektiologie;Nationales Zentrum für Infektionsprävention

Lerninsel 4: Nachweis Antibiotikaresistenzen

Bakterien wollen überleben. Um dies zu erreichen entwickeln sie diverseste Abwehrmechanismen gegenüber Antibiotika.

Kontakt vor Ort: Dr. pharm. Sara Droz, Fachbereichsleiterin Bakteriologie, Institut für Infektionskrankheiten

E-Mail: Sara Droz

Links: Institut für Infektionskrankheiten