21. März: Hirnschlag: wie weiter?

Ein Hirnschlag kann trotz optimaler Behandlung zu neurologischen Defiziten wie Lähmungen, Sprachstörungen und kognitiven Beeinträchtigungen führen. Die interdisziplinäre Neurorehabilitation soll möglichst früh beginnen. Sie wird individuell auf die Defizite der Patientinnen und Patienten abgestimmt. Das abgestufte Rehabilitationskonzept erlaubt es, eine individuelle und optimale Neurorehabilitation anzubieten, welche nebst der Rehabilitationspflege auch Therapien wie Physio-, Neuro- und Ergotherapie sowie Logopädie einschliesst. Mit Robotik und nicht-invasiver Hirnstimulation kommen auch neuste Technologien zum Einsatz.

Referat von Prof. Dr. med. René Müri, Medizinischer Abteilungsleiter, Universitäre Akut-Neurorehabilitation

Programm

Gesamtdauer Anlass: 2,5 h
Referat: 18.00 bis ca. 18.40 Uhr anschliessend Fragerunde
Lerninseln im Foyer: ca. 19.00 bis 20.30 Uhr

Lerninseln zur Veranstaltung

Im Foyer des Hörsaals stehen Ihnen Fachpersonen Rede und Antwort.

Lerninsel 1: Forschung - Robotik

Welches sind die neuesten technischen Errungenschaften, die in der Neurorehabilitation eingesetzt werden? Wir zeigen Ihnen einige Beispiele von der Robotik bis zur Telerehabilitation. Ausserdem lernen Sie die translationelle Forschung vom Hirnmodell bis zur Therapieanwendung am Beispiel der transkraniellen Magnetstimulation kennen.

Tutoren: Prof. Dr. med. R. Müri, Universitäre Akut-Neurorehabilitation und Prof. Dr. Tobias Nef, Universität Bern, ARTORG Zentrum für Biomedizinische Technikforschung, Gerontechnologie & Rehabilitation

Lerninsel 2: Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Raumvorstellung, Handeln: Neuropsychologie

Das Team der Neuropsychologie informiert Sie über Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten von neurokognitiven Beeinträchtigungen nach einer Hirnverletzung.

Tutorin: Dr. Dörthe Heinemann, Stv. Leitende Neuropsychologin, Universitäre Akut-Neurorehabilitation Inselspital

Lerninsel 3: Therapeutische Pflege von Betroffenen in der Früh- und Akut- Neurorehabilitation Bern und Riggisberg

Was ist eine aktivierende und begleitende therapeutische Pflege? Wir zeigen Ihnen, wie wir schwerbetroffene Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen pflegen, anleiten, begleiten und beraten. Dabei beschäftigen uns folgende Tehmen: Wie können das Schlucken, Essen, Ankleiden, die Wahrnehmung und die Selbstständigkeit im Alltag gefördert werden? 

Tutorinnen: Kathrin Hirter, Pflegeexpertin MSc, Universitäre Akut-Neurorehabilitation Inselspital und Riggisberg; Claudia Kuster, Leiterin Pflege MSc, Universitäre Akut-Neurorehabilitation Inselspital; Heidi Barisi, Stationsleiterin, Akut-Neurorehabilitation Riggisberg 

Lerninsel 4: Ergo- und Physiotherapie interaktiv

Ein Hirnschlag verändert das Leben auf einen Schlag. Aktivitäten und Tätigkeiten, die vorher spielend bewältigt wurden, werden plötzlich zu einem Porblem: Aufstehen- Gehen- Anziehen- Essen. Wir zeigen Ihnen, was dies im Alltag bedeuten kann.

Tutorinnen: Silvia Innerkofler, Dipl. Physiotherapeutin, Universitätsklinik für Neurologie und Colette Carroz, Leiterin Ergotherapie, Universitäre Akut-Neurorehabilitation Inselspital

Lerninsel 5: FRAGILE Bern

Menschen mit einer Hirnverletzung und ihre Angehörigen haben einen langen und beschwerlichen Weg in ein neues Leben vor sich. FRAGILE Bern Espace Mittelland steht diesen Menschen als Selbsthilfe- und Fachorganisation zur Seite und unterstützt sie mit einem breiten Dienstleistungsangebot. Wir sind als Regionalvereinigung Teil von FRAGILE Suisse und somit schweizweit vernetzt. An unserem Stand informieren wir Sie gerne über unsere regionalen Aktivitäten und Angebote.

Tutorin: Susanne Zürrer, FRAGILE Bern Espace Mittelland