Operatives Medizincontrolling

Dem operativen Medizincontrolling (Op. MedCo) obliegt die Kodierung aller stationären Fälle des Inselspitals. Indem sie für den Fakturationsprozess den Bezug zwischen den medizinischen Inhalten und dem Tarifsystem (SwissDRG) herstellt, trägt sie dazu bei, einen wesentlichen Teil der Erlöse des Inselspitals sicherzustellen.

Hauptaufgaben

Konkret hat das operative Medizincontrolling drei Hauptaufgaben:

Kodierung

Sicherstellen einer vollständigen, zeitnahen, qualitativ hochwertigen, revisionsfesten und DRG optimierten Kodierung aller stationären Fälle um

  • die Finanzierung (Liquidität) des Inselspitals zu sichern
  • Leistungsindikatoren zuhanden der Spitalleitung und der Departemente zu ermitteln
  • Daten für die obligatorische Medizinische Statistik des Bundes zu erstellen

Fallmanagement

Sicherstellen einer zeitnahen und qualitativ hochwertigen Bearbeitung der Reklamationen und Anfragen der Versicherer zuhanden des Servicecenters Fallmanagement (SCFM) der Direktion Dienste

Datenmanagement

Plausibilisierung der Daten (Kodier-, Kosten- und Leistungsdaten) zur Erhöhung der Gesamtdatengüte des Inselspitals.

Zusätzlich vertritt das Op. MedCo in seinem Aufgabengebiet das Inselspital in diversen internen und externen Fachgremien und Arbeitsgruppen und wirkt an wichtigen Projekten (z.B. im Rahmen des Aufbaus des Klinikinformationssystems / integriertes Patientendossier – i-pdos) mit.
 
Im Kodierteam arbeiten ärztliche und nichtärztliche Kodierfachkräfte, die im Rotationsverfahren jeweils einzelne Fachgebiete schwerpunktmässig betreuen. Im Auftrag des Kantons wird die Kodierung des Inselspitals jährlich durch externe Experten revidiert.

Ziele Operatives Medizincontrolling

Potenziale

Mitarbeiter

Durch gezielte Mitarbeitergespräche, Wochenrapporte, Abteilungsbesprechungen und Fortbildungen werden die Bedürfnisse der Mitarbeitenden erfragt.
Durch eine transparente Information und gezielte Fortbildung wird das fachliche Niveau angehoben und die Motivation der Mitarbeitenden gesteigert.

Informatik 

Durch gezielte Analyse der bestehenden IT-Landschaft und den Angeboten zu neuen Softwareapplikationen wird die Vorraussetzung für einen Medizinischen Dokumentations- und Kodierprozess auf qualitativ und quantitativ hochstehendem Niveau geschaffen.

Finanzen

Das Op. MedCo gewährleistet eine zeitnahe, qualitativ hochwertige, regelkonforme und SwissDRG-konforme medizinische Kodierung aller stationär ausgetretenen Fälle.
 
Dies garantiert:

  • Die Sicherung der Finanzierung und Liquidität des Spitals mit SwissDRG tarifierten Fällen
  • Die Erstellung eines gesetzlich vorgeschriebenen medizinischen Datensatzes für den Kanton Bern und das Bundesamt für Statistik (BFS)
  • Die Erstellung von Leistungsindikatoren für Spitalleitung, Direktionen und Departemente, sowie für das Medizincontrolling

Anspruchsgruppen

Interne Schnitstellen und Anspruchsgruppn

Das Op. MedCo ist Dienstleister für spitalinterne Kunden wie Spitalleitung, Verwaltungsrat, Departemente, Direktionen und Kliniken und ist jederzeit Ansprechpartner für kodierspezifische Fragestellungen. Besonders das Str. Medizincontrolling wird bei seinen strategischen Aufgaben unterstützt.

Externe Schnittstellen und Anspruchsgruppen 

Das Op. MedCo stellt einen Vertreter in den relevanten Fachgremien. Den Kostenträgern dient das Op. MedCo als kompetenter Ansprechpartner in Kodierungsfragen. Es besteht ein direkter Kontakt zwischen dem Vertrauensärztlichen Dienst und dem Op. MedCo in strittigen Kodier- und DRG-Fragen.

Prozesse

  • Das Op. MedCo durchleuchtet seine Prozesse neu und analysiert verzögernde Faktoren im Kodierungsablauf. Hierzu werden Angebote zu weiterer unterstützender Software eingeholt und die internen Abläufe kritisch hinterfragt.
  • Zur kontinuierlichen Weiterbildung und um Kodierengpässe zu kompensieren werden Partnerschaften mit anderen Spitälern gebildet. Dies erleichtert den Wissenstransfer und gewährleistet eine Ausfallsicherheit im operativen Kodierbetrieb.
  • Das Op. MedCo steht jeder Anfrage aus allen Bereichen offen gegenüber und analysiert die Notwendigkeit eines Ausbaus der Dienstleistungen.