«Mission Impossible» im Untergrund: Die Kältetechnik im INO wird ersetzt

Die Kältetechnik-Anlagen, die das INO inklusive der 20 Operationssäle mit Kälteenergie versorgen, müssen altersbedingt ersetzt werden. Ein hochkomplexes Projekt, das die betrieblichen Abhängigkeiten und die Bedeutung einer lückenlosen Versorgung in den Fokus rückt.

Sichtbar sind sie nicht, aber unverzichtbar für den laufenden Spitalbetrieb: die Maschinen zur Kälteerzeugung im Geschoss C des INO. Ohne die permanente Verfügbarkeit der Anlagen wäre ein normaler Betrieb der OPs, CTs, MRTs und MRSs undenkbar. Auch die Labormedizin sowie die Sterilgutversorgung und die Biodatenbank könnten ohne Kälteversorgung den Betrieb einstellen. Sie alle sind darauf angewiesen, dass die Maschinen im Untergeschoss unterbruchsfrei eine Kältegrundlastleistung von 800–900 kW zur Verfügung stellen. Das entspricht etwa der Leistung von zehn VW Golf bei maximaler Geschwindigkeit. 

Die bestehenden Maschinen haben ihre maximale Lebensdauer nun erreicht und können den steigenden Bedarf an Kälte nicht mehr zuverlässig decken. Viele Modelle für Spitalbauten zeigen auf, dass künftig weniger Heiz-, dafür mehr Kälteleistung benötigt werden wird. 

Nahtlose Kälteversorgung sicherstellen

Um die Kälteversorgung während der Umbauarbeiten nahtlos sicherzustellen, wurde eine provisorische Ersatzkälteerzeugung aufgebaut. Insgesamt handelt es sich um ein hochkomplexes Projekt, für das Projektleiter Thomas Minder einen treffenden Vergleich hat: «Der Austausch der Kälteversorgung unter laufendem Spitalbetrieb und bei hoher Grundleistung ist mit einem fahrenden Schnellzug zu vergleichen, bei dem man ohne Halt sämtliche Räder, Motoren und die Steuerung der Lokomotiven auswechselt. Ein ebenso herausforderndes, wie spannendes Unterfangen, das wir gemeinsam als Team erfolgreich meistern werden.» 

Sehen Sie selbst hinter die Kulissen des 6.6-Millionen-Projekts, dem eine Planungszeit von eineinhalb Jahren vorausging: 

Ersatz Kältemaschinen Teil 1

Der Rückbau im Zeitraffer