Die Insel Gruppe setzt auf erneuerbare Energien. Rund drei Viertel der bezogenen Energie für die Spitäler stammt schon heute aus Abwärme und erneuerbaren Quellen. Neu wird auch die Energieversorgung des Tiefenau-Spitals umweltfreundlicher.

Das Spital Tiefenau wurde bisher mit Erdgas beheizt. Neu soll ab Frühjahr 2022 Wärme via Fernwärmeversorgung von der Abwasserreinigungsanlage ARA Worblental bezogen werden. Diese realisiert gemeinsam mit der Genossenschaft Elektra Baselland EBL das neue Fernwärmenetz. Dabei wird erneuerbare Energie durch die Abwärme der ARA Worblental erzeugt und mittels Wärmepumpe ins Tiefenau-Spital gespiesen. Für den Leiter Gebäudetechnik und Unterhalt der Insel Gruppe, Hans-Peter Aebischer, wurde damit ein wichtiges Etappenziel erreicht: «Nach intensiver Vorarbeit haben wir eine nachhaltige Lösung gefunden. Trotz der zu erwartenden Mehrkosten hat der Verwaltungsrat dem Projekt Fernwärme Spital Tiefenau zugestimmt. Gerade in Anbetracht der Problematik der Klimaveränderung ist eine Reduktion des CO2- Ausstosses ein klares Zeichen für eine nachhaltige Energieversorgung der Insel Gruppe und somit ein starkes Signal für die Zukunft.»

Bau-Fahrplan

Der Bau der Heizzentrale bei der ARA Worbental dauert von Juni 2021 bis Januar 2022, der des Fernwärmeleitungsnetzes von Juni 2021 bis März 2022. Im Frühjahr 2022 geplant soll das Spital Tiefenau am neuen Fernwärmenetz angeschlossen sein. Praktisch sämtliche Arbeiten werden ohne Lärmemissionen durchgeführt. Eine kontinuierliche Versorgung des Spitals mit Wärme ist jederzeit gewährleistet, so dass der Wechsel von Erdgas zur umweltfreundlichen Fernwärme von den Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeitenden kaum bemerkt werden dürfte.

Nachhaltige Insel Gruppe

Mit dem Anschluss des Areals Tiefenau an die Fernwärmeversorgung kann die Insel Gruppe ihren bisherigen Erdgasverbrauch um 50 Prozent und dadurch ihren CO2-Ausstoss um 850 Tonnen pro Jahr reduzieren. Bereits heute heizt das Inselspital Bern zu 100 Prozent mit Fernwärme aus der Kehrichverwertungsanlage Forsthaus. Die Stromversorgung für das Inselspital Bern stammt vollständig aus erneuerbaren Energieträgern (Wasserkraft, Abfall) (exkl. Notstrom aus Diesel). Das Spital Riggisberg und das Spital- und Altersheim Belp heizen zu einem grossen Anteil mit Holz aus der Region und beziehen Strom aus erneuerbaren Ressourcen. Das Spital Riggisberg verfügt zusätzlich über eine Photovoltaikanlage für die Produktion von Strom. Weitere Anlagen sind geplant.

Die Insel Gruppe strebt entsprechend dem Leitbild der Fachstelle Nachhaltigkeit einen aktiven Klimaschutzes durch CO2-Reduktion, den Einsatzes von erneuerbaren Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz an. Die Insel Gruppe ist vom Kanton Bern gesetzlich verpflichtet, Massnahmen zum Klimaschutz zu treffen. Alle Spitäler der Insel Gruppe haben eine Zielvereinbarung mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) abgeschlossen und sich so zur Verbesserung der Energieeffizienz verpflichtet. Rund drei Viertel der bezogenen Energie für die Spitäler stammt bereits heute aus Abwärme und erneuerbaren Quellen.